Länderinformationen

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Finnland

Der Dienstleistungssektor ist der wichtigste Bereich der finnischen Wirtschaft, hier arbeiten 70 Prozent der Erwerbstätigen und etwa die Hälfte von ihnen im öffentlichen Dienst. Das Rückgrat der stabilen Wirtschaft Finnlands sind die Metall- und die Elektroindustrie sowie die Holz- und Papierbranche, von deren Export das Land lebt. Hier werden 85 Prozent der Exporterlöse erwirtschaftet.

 

Wegen des Klimas und wegen des hohen Energiebedarfs dieser Industrien ist der Verbrauch an Energie überdurchschnittlich hoch. Um diesen weiter steigenden Hunger auf Energie zu stillen setzt Finnland neben Erdöl und Erdgas mit einem Anteil von 34 Prozent und erneuerbaren Energien mit einem Anteil von 30 Prozent auch auf die Kernenergie, die rund 20 Prozent der Energieerzeugung ausmacht. Tendenz steigend, denn das Parlament hat dem Neubau von weiteren Kernkraftwerken zugestimmt.

 

Doch auch bei den erneuerbaren Energien setzt Finnland mit Blick auf das Kyoto-Protokoll einen Schwerpunkt und verfolgt das Ziel, bis 2020 deren Anteil auf 38 Prozent zu erhöhen. Das soll möglich werden durch verstärkte Nutzung von Holz, den Einsatz von Wärmepumpen, Biogas und die Windenergie. So soll der finnische CO2-Ausstoß um jährlich zehn Millionen Tonnen gesenkt werden.

 

In seiner Außenpolitik intensiviert Finnland die Zusammenarbeit mit seinen Nachbarstaaten wie Schweden und Russland und sucht auch eine enge Verbindung zu anderen osteuropäischen Staaten, besonders zu Weißrussland und der Ukraine.

Arbeitslosenquote 7,9%
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 198,2 Mrd. Euro
Hauptausfuhrprodukt Maschinen und Elektronik, Papier und Papierprodukte, Chemikalien
Export Russland, Schweden, Deutschland, USA, Großbritannien
Import Russland, Deutschland, Schweden, Niederlande, China
Inflation / Preisindex 3,0%
Hauptstadt Helsinki
die 5 größten Städte Helsinki, Espoo, Tampere, Vantaa, Turku
Größe des Landes 338.424 qkm
Einwohnerzahl 5,4 Mio.
Wirtschaftswachstum 0,8%
Sprache Finnisch, Schwedisch, Samisch
Quelle (Zahlen aus 2012) Auswärtiges Amt, WKO Global Rates, Germany Trade & Invest