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Weihnachtsaktion der mediafinanz AG

BrowserZugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS verzichtete die Osnabrücker mediafinanz AG in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden. Stattdessen lud die Unternehmensleitung sämtliche 69 Mitarbeiter zur Typisierung ein und übernahm die entstehenden Analysekosten von 50 Euro pro Person.

"Die Idee für diese Aktion wurde vor rund einem halben Jahr geboren, als eine Mitarbeiterin des Unternehmens über die DKMS als Spenderin das Leben einer schwer erkrankten Leukämiepatientin rettete", erklärt mediafinanz-Vorstand Matthias Folkers die Unterstützung der DKMS. "Umso mehr freuen wir uns, dass seit unserer vorweihnachtlichen Aktion deutlich mehr als die Hälfte unserer Mitarbeiter für schwerstkranke Patienten als Lebensretter erreichbar sind." Neun Mitarbeiter waren bereits im Vorfeld als Spender registriert, 36 weitere haben sich jetzt im Verlaufe der Typisierungsaktion erfassen lassen. Damit war die Aktion viel erfolgreicher als erwartet. Nach Aussagen der DKMS nehmen an Firmentypisierungen meist etwa zehn Prozent der Belegschaft teil. Diese Schwelle haben die Mitarbeiter der mediafinanz AG mit ihrer Spendenbereitschaft deutlich überschritten.

Die Typisierungsprozedur ist simpel und schmerzlos. Musste den Spendenwilligen früher noch Blut abgenommen werden, reicht heute ein Abstrich aus dem Mundraum. Den können sich die Spender mittels Wattestäbchen ganz ohne ärztliche Aufsicht selbst entnehmen. Ein Labor analysiert anschließend das Material auf bestimmte genetische Eigenschaften des Probanden und reicht die Ergebnisse über die DKMS an das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm weiter.

Sobald ein Patient eine Stammzellspende als Therapie benötigt, machen sich die Hüter der Datenbank auf die Suche nach einem genetischen Zwilling des Patienten, der als Spender in Frage kommt. „Jeder kann Lebensretter sein, wenn sein Profil mit dem eines Schwerkranken übereinstimmt“, erinnert Folkers. Darum sei es wichtig, dass sich möglichst viele Freiwillige als potentielle Spender registrieren lassen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 wuchs die DKMS-Datei mit jedem Freiwilligen auf heute mehr als zwei Millionen Eintragungen. Dank dieses Datenschatzes kann die Gesellschaft mittlerweile an jedem Tag durchschnittlich acht Spender und Empfänger zusammenbringen.



Webhinweis: http://www.dkms.de

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