Ausgabe 9 - 12 / 2009
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Weihnachtsaktion der mediafinanz AG
Zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS verzichtete die Osnabrücker mediafinanz AG in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden. Stattdessen lud die Unternehmensleitung sämtliche 69 Mitarbeiter zur Typisierung ein und übernahm die entstehenden Analysekosten von 50 Euro pro Person.
Die Typisierungsprozedur ist simpel und schmerzlos. Musste den Spendenwilligen früher noch Blut abgenommen werden, reicht heute ein Abstrich aus dem Mundraum. Den können sich die Spender mittels Wattestäbchen ganz ohne ärztliche Aufsicht selbst entnehmen. Ein Labor analysiert anschließend das Material auf bestimmte genetische Eigenschaften des Probanden und reicht die Ergebnisse über die DKMS an das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm weiter.
Sobald ein Patient eine Stammzellspende als Therapie benötigt, machen sich die Hüter der Datenbank auf die Suche nach einem genetischen Zwilling des Patienten, der als Spender in Frage kommt. „Jeder kann Lebensretter sein, wenn sein Profil mit dem eines Schwerkranken übereinstimmt“, erinnert Folkers. Darum sei es wichtig, dass sich möglichst viele Freiwillige als potentielle Spender registrieren lassen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 wuchs die DKMS-Datei mit jedem Freiwilligen auf heute mehr als zwei Millionen Eintragungen. Dank dieses Datenschatzes kann die Gesellschaft mittlerweile an jedem Tag durchschnittlich acht Spender und Empfänger zusammenbringen.
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